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Sicherheitsexperten decken Datenleck bei Ruf-Jugendreisen auf
Sicherheitsexperten haben bei Ruf-Jugendreisen ein Datenleck aufgedeckt. Wie der Nachrichtendienst heise.de berichtet, sei hiervon die Online-Community von Ruf-Jugendreisen betroffen. So soll es möglich gewesen sein, personenbezogene Details aus Profilen von rund 50.000 Nutzern auszulesen.
Vor einer Woche seien den Betreibern des Blogs Netzpolitik.org entsprechende Hinweise auf das Datenleck zugegangen. Hierauf habe Netzpolitik.org die Firma Ruf-Jugendreisen kontaktiert, auf die Sicherheitslücke hingewiesen und mit einer Kopie der Datenbank versorgt.
Der Reiseveranstalter habe unverzüglich reagiert und die Community-Website in der Nacht zum Samstag vom Netz genommen. Ruf sei nach eigenen Angaben “ein nicht unerheblicher wirtschaftlicher Schaden” zugefügt worden, da “in großem Umfang Daten manipuliert wurden”. Bislang ist nicht bekannt, wie lange der Zugriff auf die Datenbank möglich war.
Bei dem Datenklau, so Netzpolitik.org, seien hierfür übliche Methoden wie das so genannte Cross-Site-Scripting und die SQL Injection zum Einsatz gekommen. Da die Passwörter der zumeist jugendlichen Nutzer unverschlüsselt in der Datenbank hinterlegt waren, sei es auch möglich gewesen, die E-Mails zu lesen und an weitere personenbezogene Daten wie E-Mail-Adressen, Pseudonyme, etc. zu gelangen.
Die Sicherheitslücke bei Ruf-Jugendreisen weise Parallelen mit dem im Dezember 2009 durch den Chaos Computerclub (CCC) publik gemachten Sicherheitsproblem des Schülernetzwerks haeft.de auf.
Netzpolitik.org deckt Datenpanne bei Berliner Gewerbeauskunft auf
Das Internet-Magazin Netzpolitik.org hat die
Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft auf eine Datenpanne bei der Online-Gewerbeauskunft hingewisen. Dies berichtet Heise online und beruft sich auf einen Bericht von Netzpolitik.org, demzufolge dem Magazin sämtliche, aus der Datenbank ausgelesenen Datensätze zugespielt wurden.
Wie der Grünen-Sprecher für Datenschutz Benedikt Lux am Sonntag vergangener Woche in einer Pressemitteilung schrieb, sei auch die per Gewerbeordnung verbotene Recherche nach Tätigkeitsfeld möglich, was beispielsweise bei erotischen Dienstleistungen problematisch sei. Lux kritisiert, es sei “ein Leichtes gewesen,
Sicherungen gegen das automatische Auslesen von Datenbanken einzubauen”.
Die senatsverwaltung für Wirtschaft indess nimmt die seit Freitag vergangener Woche bekannten Hinweise von Netzpolitik.org ernst. Man werde, so Stephan Schulz, Sprecher der Behörde am Sonntag, “den Fall genau prüfen”.

