Archiv für August 2009
Fujitsu Notebook: Intelligenter Diebstahlschutz eingebaut
Wer hierzulande sein Notebook gegen Datenklau schützen will, kann sich der so genannten CompuTrace-Technik bedienen und Sperrcodes an sein gestohlenes Notebook senden. Dies setzt jedoch eine aktive Internet-Verbindung voraus. Nun bringt der japanische Notebook-Hersteller Fujitsu im September in Notebook auf den heimischen Markt, das sich per Fernwartung auch im ausgeschalteten Zustand gegen Datendiebstahl schützen lässt.
Mit der als „ClearSure“ bezeichneten Sicherheitstechnik kann der Besitzer das Notebook per Fernwartung am Hochfahren hindern sowie alle für den Zugriff auf die Festplatte des Geräts erforderlichen Codes löschen. Das Notebook soll unter der Bezeichnung „FMV-S8390 verkauft werden.
Funktionsweise der Diebstahlsperre
Die Signale zum Einschalten der Zugangssperre oder dem Löschen der festplatte empfängt ein so genannter PHS-Empfänger, der über das Mobilfunknetz des Betreibers Willcom erreichbar ist. Der Empfänger zeichnet sich durch einen geringen Stromverbrauch aus. Das Notebook muss nicht einmal eingeschaltet oder mit dem Internet verbunden sein. Voraussetzung ist jedoch die Stomversorgung des Empfängers über den Notebook-Akku oder das Netzteil des Notebooks. Da Willcom nach eigenen Angaben bis zu 99 Prozent der japanischen Bevölkerung erreicht, kann die PHS-Technik flächendeckend eingesetzt werden.
Angebliche Virenwarnung: Vorsicht Abo-Falle
Vor einer per E-Mail verbreiteten Virenwarnung hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gewarnt. Die E-Mails mit dem Betreff „Ihr PC ist ungeschützt“, ist von dem Download-Dienst Mix-Download.com in Umlauf gebracht worden. Dieser wird von der First Level Communication LTD. Betrieben. In seinen Mails bietet der Dienst den Download des eigentlich kostenlosen Virenscanners Avira Antivir an. In einem über den Link in der E-Mail zu erreichendes und auszufüllendes Formular weißt das Unternehmen mit folgendem Text auf die entstehenden Kosten hin: “Durch Drücken des Buttons “Anmelden” entstehen Ihnen Kosten von 96 Euro inkl. Mehrwertsteuer pro Jahr (12 Monate zu je 8 Euro). Vertragslaufzeit 2 Jahre.” Dieser Hinweis ist jedoch leicht zu übersehen.
Nun hat sich das BSI von der vermeintlichen Virenmeldung distanziert und mitgeteilt, es gebe derzeit keine aktuellen Virenwarnungen. Wer seinen PC jedoch wirkungsvoll vor Virenangriffen schützen wolle, solle, so das BSI, nur Software nahmhafter Hersteller verwenden und diese ausschließlich von deren Websites herunterladen.
Unsichere Kundendaten: Akten in offenen Container gefunden
Auf dem Parkplatz eines Aachener Einkaufsmarktes haben Passanten in einem offenen Container vertrauliche Akten der Aachen Münchner Versicherung (AMV) entdeckt. Nach Angaben der Aachener Polizei enthielt der Container Unterlagen mit Informationen zu Namen, Adressen und Bankverbindungen von Versicherten.
Am sichersten lassen sich Unterlagen mit einem Aktenvernichter entsorgen. Falls jedoch die Lagerung in einem Müllcontainer vielleicht als Zwischenlösung in Frage kommt, lässt sich der Zugriff von Unbefugten mit dafür geeigneten Vorhangschlössern verhindern.
Nun ermittelt die Aachener Polizei gegen die AMV, da diese die Daten nicht sachgerecht entsorgt habe. Außerdem wurden die Datenschutzbeauftragte des Landes Nord-Rheinwestfalen sowie die Staatsanwaltschaft über den Vorfall informiert.



