Asymmetrisches Verschlüsselungsverfahren soll elektronische Autoschlüssel sicher machen
Bislang sind elektronische Autoschlüssel, mit denen man auf Knopfdruck das Fahrzeug verriegeln, aber auch wieder entsperren kann, sehr unsicher.
Mit relativ geringem Aufwand können Autodiebe die Sicherheitscodes abhören und knacken und sich so Zugang zu Fahrzeugen einer ganzen Produktionslinie verschaffen.
Wie golem.de meldet, haben nun Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für sichere Informationsttechnologie (SIT) einen Autoschlüssel auf Basis asymmetrischer Algorithmen entwickelt, bei dem der geheime Schlüssel nicht in der Bordelektronik, sondern im physischen Autoschlüssel selbst gespeichert ist.
Zudem sehe der Algorithmus vor, dass Schlüssel individuell vergeben würden.
“Wir haben einen kleinen kryptographischen Chip gebaut, der besonders energiesparend ist. Zudem haben wir ein neues, effizientes Protokoll entwickelt, um so den Rechenaufwand sowie die Datenübertragungsmenge zu minimieren”, sagte Johann Heyszl, Wissenschaftler am SIT.
So soll die Batterie des neu entwickelten Autoschlüssels ähnlich lange wie bei ähnlichen Modellen mit symmetrischer Verschlüsselung halten und zugleich sicherer sein. Im Konzept des SIT sei für die Zentralverriegelung und die Wegfahrsperre die gleiche Verschlüsselung vorgesehen.
Das SIT werde das Verschlüsselungssystem auf der vom 2. bis zum 4. März stattfindenden “Embedded World” in Halle 11 (Stand 11-101) präsentieren.

