Vorsicht vor der Kamera

In Apotheken und anderen Geschäften dienen Überwachungskameras normalerweise dazu, die Räumlichkeiten und natürlich die Personen, die sich dort aufhalten, zu beobachten.

Wenn Überwachungskameras die geschossenen Bilder sowie den aufgenommen Ton per Funk unverschlüsselt weiterleiten, können Unbefugte diese im 2,4-GHz-Band arbeitenden Geräte jedoch recht einfach und mit primitiven Mitteln unbemerkt aus der Ferne überwachen.

Dies demonstrierten laut einem Bericht von golem.de Reporter der NDR-Fernsehsendung “NDR – Das Magazin”. Vom Auto aus konnten die Reporter dank der abgefangenen Bilder von Überwachungskameras die Vorgänge in einem Supermarkt, einem Sanitätshaus und einem Kiosk verfolgen. Nach Angaben der Reporter habe in einem Fall der Abstand zwischen der Sicherheitskamera und ihrem Abhörwagen sogar einen halben Kilometer betragen.

Niedersachsens Datenschutzbeauftragter Hans-Joachim Wahlbrink nannte das Ergebnis der NDR-Recherchen einen Skandal und kündigte gegenüber dem Sender Schadensersatzansprüche an. Das Reporter-Team hatte nämlich in seinem Beitrag neben den von den Überwachungskameras übertragenen Bildern auch den Ton mitgeschnitten, was generell strafbar ist. Dies, so golem.de, täten jedoch auch viele Ladenbesitzer. Daher sollten sich Kunden beim Betreten eines Geschäfts vergewissern, ob dort Überwachungskameras installiert seien.

Den vollständigen Bericht des NDR Fernseh-Teams kann man sich in der NDR-Mediathek anschauen.

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