Blippy: Wer mit dem Feuer spielt, hat selbst Schuld
Jedesmal, wenn ich mit meiner Kreditkarte online einkaufe, werden bei dem Shop, der die Zahlung erhält, Daten zu meiner Transaktion gespeichert. Im Normalfall gehen diese Daten nur mich und den betreffenden Online-Shop etwas an.
Nun treibt aber das Web 2.0 seltsame Blüten, denn mit Blippy gibt es – ich kann es kaum glauben – tatsächlich eine Plattform, über die man Familienangehörige, Freunde, Kollegen und den Rest der Welt an den Daten der eigenen Kreditkartenzahlungen teilhaben lassen kann. Und das soll ganz einfach sein: Bei Blippy muss man einfach nur seine Kreditkartennummer und die Zugangsdaten für Online-Shops eingeben. So könnte dann jeder, den es interessiert, sehen, was Sie im Danto Online-Shop gekauft und vor allem wie viel Sie für die Ware bezahlt haben.
Laut Golem.de soll etwa ein Blippy-User namens Otto für seinen iPod bei Woot einen Sender für 14,99 US-Dollar erstanden haben. Bei Sevagranik saß das Geld schon lockerer im Geldbeutel, denn für eine Mobilfunkrechnung musste er laut seiner gespeicherten Transaktionsdaten 112 US-Dollar zahlen. Da Blippy eine echte Web-2.0-Anwendung ist, wurde sein Eintrag auch prompt mit dem Hinweis kommentiert, er habe zu viel gezahlt.
Einfach nur so seine Daten offen zu legen, das mag ja tun wer will. Wer aber auf der Blippy-Website nicht das Kleingedruckte liest, spielt mit dem Feuer und ist selbst Schuld, wenn seine Transaktionsdaten in die Hände von Gaunern geraten: Die Betreiber behalten sich nämlich das Recht vor, eingegebene Informationen an Dritte weiterzugeben oder sogar zu verkaufen.


Mann, wie dumm kann man eigentlich noch sein? Da braucht man sich echt nicht mehr wundern, dass es immer noch Phisingmails und Co. gibt. Fallen sicher noch genug darauf herein…